Von Uyuni nach Tupiza

So meine Lieben, wie versprochen kommt jetzt nun die Fortsetzung unserer erlebnisreichen Tage im Süden Bolivien`s.
Mittlerweile sind wir jetzt in Argentinien angekommen, genauer gesagt in Salta.

Nach unserer Expedition in die Salzwüste, nahmen wir den Bus am Morgen um 06.00 Uhr nach Tupiza ohne Vorahnung was uns erwartet.....
Der Bus, als wir ankamen, viel auseinader als wir unser Gepäck auf das Dach packten!!!
Nein nicht ganz, aber es war der reinste Schrotthaufen! Dazu kam noch dass es 0 Grad war und wir dann 7 Stunden nur Schotterpisten, Horrorpässe, Pneuwechsel und Staub gefressen haben!!! Unglaublich, wie sagt man so schön; so was muss man erlebt haben! Bitte kein zweites mal :-))




Dann, dann endlich sind wir in Tupiza angekommen! Ein Wunder, ich verspürte wieder Asphalt unter dem Bus......:-)
Wir bezogen sofort unser Hotel welches unser Freund von Uyuni empfohlen hatte. Eigentlich wollten wir nur 2 Tage bleiben, aber es war Topwetter (27 Grad) hatte einen Swimmingpool und es hat eifach alles gepasst, so dass wir 5 Tage blieben.
Nicht zuletzt als wir am Abend auf der Strasse noch unser Freund Marco Antonio Rios getroffen haben.
Es war alles Zufall, kurzentschlossen verabredeten wir uns für den übernächsten Tag auf 10.00 Uhr Morgens! (Ich kann Euch sagen das war was.....später :-)))

Für den nächsten Tag stand nähmlich Pferde - Reiten auf dem Programm. Wir buchten eine 5 stündige Tour für umgerechnet 12.50 Fr.
Es war sehr warm, aber unsere 4 Beiner waren tapfer...(Ich auch hihihi)

Old Marco Hand & Pattytou..


Leider habe ich kein Foto von mir und "Tabasco" (Name  meines Pferdes), ich kriegte von ihm die Copyright Rechte nicht für das Bild!!!

Wunderschön auch die Felsen.....



"Puerta del Diabolo"

"Canyon de Inka"


Es war ein ganz toller Tag, alle waren sehr zufrieden und heilfroh waren alle wieder zurück! (Auch "Tabasco")
Denn Abend liessen wir ausklingen mit einem Bierchen am Swimmingpool.....

Dann kam der Tag unserer Verabredung mit unserem Freund. Wir haben uns vorgenommen genügend Geld mit zu nehmen um nicht wieder eigeladen zu werden!
Pünktlich mit einer halben Stunde verspätung kam Marco Antonio Rios mit seinem Freund Diego uns abholen.
Schnell haben wir bemerkt als wir den Grill auf dem Rücksitz unsers Jeeps sahen worum es Heute ging!!
"Parilla"! Grillparty!
Wir sind mit dem Jeep Richtung Gebirge gefahren an einen Fluss, der allerdings nicht wirklich viel Wasser hatte!


 Unsere Freunde...(v.l.n.r Diego, Marco, Marco Antonio Rios)


Die Umgebung...


Das Beste.....(ist nicht "Tabasco mein Pferd!!)


Es war sehr, sehr lecker....
Unglaublich war, dass sie von uns keinen einzigen Cent wollten..... Definitiv ist Bolivien und die Leute aus Bolivien äusserst nett, hilfsbereit und warmherzig!
Eines habe ich vergessen...trinkfreudig sind die!!!
Ich und Patty begnügten uns mit "ein paar Bier", während Marco und Diego sage und schreibe 3 Flaschen Rotwein bei einer Hitze von knapp 30 Grad in sich leerten!
Pufff hat`s gemacht und nach dem Essen standen beide nicht mehr!


Super wer fährt uns nach Hause???
Wer wohl? Capo - Macgyver....Ist ja kein Problem so ne Kiste zu fahren über Stock und Stein!
Bis die andern zwei wieder aufgewacht waren, waren wir schon längst im Hotel...
Es war ein absolut Super Tag mit unseren Freunden, an dieser Stelle noch einmal:

"Muchas gracias a nuestros amigos Diego y Marco de Bolivia por esta hermosa Dia"

Ja so kann es einem ergehen..

Wir sind in einen Tag darauf weiter gezogen über die Grenze nach Argentinien in einer weiteren 13 stündigen Busfahrt nach Salta!

So "Freunde der Sonne" ich werde mich mal für eine Zeit abmelden um mich dem guten Fleisch und dem Fussball hier zu widmen...Ich werden Euch so bald wir in Buenos Aires sind wieder auf den neusten Stand bringen....(brauche auch mal Ferien hahahaha)

Liebe Grüsse aus Argentinien an Euch alle!

Marco & Patty 









Der Süden Bolivien`s

Hola a todos....
Wie lebt es sich so im Winter bei Euch? Ich kann Euch trösten, wir erlebten Nächte mit ebenfals Minustemperaturen hier in Bolivien...brbrbrbrbrrrrr....

Wir zogen von La Paz weiter Richtung Süden nach Oruro und dann in die Salz Wüste (Salar de Uyuni).
In Oruro waren wir 2 Tage bis wir dann in den Zug nach Uyuni einstiegen....
Über Oruro gibt es nicht wesentlich viel zu erzählen, ausser dass hier im Februar jeweils der grösste Karneval von Bolivien stattfindet!


Was sich ebenfalls veränderte je weiter wir nach Süden zogen, war die Landschaft, die sicht regelrecht zur Sandschaft veränderte!


Gegen Mittag um 15.30 Uhr bestiegen wir den Zug (Expresso del sur) zur 8 stündigen fahrt nach Uyuni.
Wir kauften vorgängig in La Paz schon unser 1.Klasse Ticket, da die Plätze sehr schnell ausgebucht sind und der Zug auch nur 2 mal in der Woche fährt!
Wir bezahlten umgerechnet 12.- Franken für die erste Klasse! (mit TV und Lunch inkl.)
Die Fahrt war landschaftlich absolute Sonderklasse, vorbei an Lagunen mit rosa Flamingos, Lamas und endlose Weite......






Wunderschön war auch der Sonnenuntergang vom Zug aus zu sehen...


Dann endlich gegen 23.30 Uhr erreichten wir eingestaubt (im ganzen Zug war es so staubig, dass der Schaffner 2 mal den TV abstauben musste!) Uyuni.
Was wir nicht bedacht haben, dass wir nicht die einzigen Touristen sein werden hier und dass eine Reservation in einem Hostel oder Hotel nötig gewesen wäre!
Nun gut, so irrten wir mit unserem Kasumpel von Hotel zu Hostel.....und über all das gleiche: ausgebucht, kein Platz, nur noch die Hundehütte, im Keller etc...
Unser Pech war dennoch unser Glück. Denn wir waren nicht die einzigen in dieser Situation. Marco Antonio Rios war in der selben Misslage und suchte eine Unterkunft. Schliesslich gegen 24.00 Uhr haben wir eine Unterkunft gefunden zusammen mit unserem neuen Freund. Marco ist Manager einer Zinkmine und pendelt 2 mal im Monat von La Paz nach Tupiza.
Wir hauten uns dann noch eine Pizza hinter die Kieme (wir wurden von Marco eingeladen) und plumpsten mit vollem Bauch in unser Bett! (4 Decken, lange Unterwäsche, Schlafsack..)
Als Annerkennung schenkten wir am nächsten Morgen ein CH-Sackmesser unserm neuen Freund. er empfahl uns auch noch ein Hotel für unsere Weiterreise nach Tupiza, in welchem wir nun schon 4 Tage abhängen...(28 Grad, Swimmingpool, Pferdereiten...) aber dazu später mehr.

SALAR DE UYUNI!
Was ist dass? Es ist die grösste Salzfläche der Welt auf ca. 3700 Meter.

"Der Salar de Uyuni ist mit mehr als 10.000 km² der größte Salzsee der Welt. Er liegt im Südwesten Boliviens auf einer Höhe von 3.653 m und gehört zu den Landschaften des Altiplano. Mit gleißender Helligkeit am Tag und sehr kalten Nächten ähnelt er äußerlich einem sehr hart gefrorenen See.

Die Salzmenge des Salar de Uyuni wird auf ungefähr 10 Milliarden Tonnen geschätzt. Jährlich werden davon etwa 25.000 Tonnen abgebaut und in die Städte transportiert. Darüber hinaus gilt der See als eines der weltweit größten Lithiumvorkommen. Der See ist so gut wie frei von jeglicher Art von Lebewesen. Er ist Brutplatz einiger nur in Südamerika vorkommender Flamingo-Arten.

Während der Regenzeit kann die Salzkruste lokal mit mehreren Dezimetern Wasser bedeckt sein; etwa von Ende Juni bis zum Beginn der Regenzeit Anfang Dezember ist der Salar trocken. Mit Ausnahme der schlammigen Uferzonen und einzelner Wasseraugen (ojos) kann dann die bis zu 30 m mächtige Salzkruste selbst von Bussen und LKWs befahren werden.

Während des Salpeterkrieges war die nahegelegene Stadt Uyuni eine Garnisonsstadt, heute ist sie Ausgangspunkt für touristische Ausflüge in die Umgebung.

In dem See, etwa 80 km von Uyuni entfernt, liegt die Insel Incahuasi, die für ihre vielen bis ca. 20 m hohen und teilweise mehr als 1.200 Jahre alten Säulenkakteen bekannt ist. In der Trockenzeit kann sie über Colchani mit dem Fahrrad erreicht werden, bei noch bis zu 20 cm Wasserbedeckung auch per Geländewagen." (Wikipedia)

Wie übelegten ob wir eine 4 tägige Tour in den Salar untenehmen sollten, schliesslich überzeugte uns die kalten Nächte nur zu einer 1 Tagestour! Für umgerechnet 12.- Franken buchten wir eine ganztägtige Tour, zuerst auf den ältesten Zugfriedhof Südamerikas (Ceminteiro del tren), anschliessend in den Salar und dann noch auf die Insel Incahuasi zu den übergrossen Kakteen.
Ich kann nur sagen.....schaut selber!





Dann erreichten wir den Salar....









Isla Incahuasi.....




Es gibt sogar ein Hotel nur aus Salz...

Ja das war die Salz - Wüste....
Mehr zu unserem Freund Marco, die bis jetzt krasseste Carfahrt nach Tupiza und eine legendäre Grillparty erfährt Ihr im nächsten Blog.

Liebe Grüsse in die Schweiz.....
Marco & Patty



Und in welche Richtung geht`s nach Argentinien....?

 




La Paz

Hallo "Freunde der Sonne"!

Wie schon im letzten Blog erwähnt, sind wir in La Paz Bolivien.
"La Paz ist der Regierungssitz Boliviens (Hauptstadt: Sucre). Mit einer Höhe 4100 m ist die Stadt der höchstgelegene Regierungssitz der Erde.

Der volle Name der Stadt lautete zunächst Nuestra Señora de La Paz („Unsere Liebe Frau des Friedens“) wegen eines verhinderten Aufstandes der indigenen Ureinwohner; den heutigen Namen erhielt sie 1825 zum Gedenken an die siegreiche Schlacht bei Ayacucho im Unabhängigkeitskrieg gegen die Spanier." (Wikipedia)

Wortwörtlich wurden wir mit Pauken und Feuerwerk empfangen! Die Indigenen "Campesinos" und die "Mineros" demonstierten 2 Tage lange für bessere Bedingunen. Zum einen war es sehr schön wie die "Campesinos" mit Trommel und Flöten und Gesang demonstrierten und zum andren hatten wir ein wenig Angst als die "Mineros" (Minenarbeiter) mit Knallkörper und tatsächlich Dynamit protestiert und das in der Innenstadt!
Eine solche Dynamitstange ging ca. 30 Meter neben uns hoch? Ich dachte zuerst einen Bombenanschlag, da bei allen umliegenden Geschäfter und Autos die Alarmanlage los ging.....und ein paar Minuten ohne Gehör!
Das ging noch paar Stunden weiter so, mann hätte meinen können diese Stadt sei im Krieg. Krass!






Aber natürlich hat La Paz auch noch anderes zu bieten als demonstrierende Leute. Wir bemerkten schnell, das diese Stadt oder besser gesagt das "historische Zentrum" gar nicht so gross war. Trotzdem ist La Paz wie San Francisco mit den Strassen und das in dieser Höhe, dass ist Höhentraining von Feinsten.
Sowieso denke ich, das nach dieser Zeit in der Höhe Ihr mich neben Usain Bolt stellen könnt, den melde ich ab 100% :-)
Wir hatten aber noch etwas anderes vor hier von La Paz aus, "Dead Road" oder auch "Camino de la muerte" mit dem Mountain Bike...dazu später mehr....
Ein absolutes muss ist natürlich ein Besuch auf dem "Hexenmarkt". Hier bekommt man alles was Wunder und Heilungskraft hat. (Patty hat sich eingedeckt!) Talismänner (keine zweibeinigen :-), Heilkräuter, Wurzeln, Hölzer, Lamaföten etc.






Ebenfall sehr schön anzusehen sind die Bauten und Plätze von La Paz. Ich wurde sogar Zeuge einer Taubenattacke auf "Pattyhontas" hahaha....





Taubenattacke auf Pattyhontas! Selber Schuld, sie hat gefälschten Mais an die Tauben verfüttert!!!



Ermahnung vom Tauben-Vater!


So haben`s die Tauben gern...


Ja, ja in La Paz erlebt man einiges! Wir wurden zum Beispiel auch das erste mal Opfer mit Falschgeld! Hat uns doch eine nette Dame am Gemüsestand einen falschen 20er angedreht und wir ahnungslose, gutgläubige Menschen gaben auch noch Trinkgeld...zssss!
Was hat Marco gemacht? Hat den falschen 20er wieder bei einem ahnungslosen Chinesen eingestzt :-))

Hier noch ein paar Impressionen von der Art und Weise wie diese Stadt aufgebaut ist...





So Leute, dann kam der Tag wo wir nicht genau wussten auf was wir uns da eingelassen hatten!
"Dead Road, Camino de la muerte, Todesstrecke...."
Wir buchten diese Tour und wussten nicht was uns erwartet, nur vom hören, sagen her, es soll cool sein.
Es begann bei der Auswahl der Kleider, Helm, Bike. Das ging ja alles noch, aber dann war der Tag da. Wir fuhren mit ca. 12 anderen Travelern oder Lebensmüde nach "La Cumbre" auf fast 4700 Meter hoch.
Dann bekamen wir unsere Bike`s, mein ehemaliger Chef Muchi würde sich glaube ich lieber selber killen als mit dem was wir bekommen haben diese Strecke hinunter zu fahren.
Nun was blieb uns anderes übrig, ich checkte notdürftig unsere Bike`s (zum Glück hatten unsere Guide`s Werkzeug und Luftpumpe dabei). Als dann Bremsen, Luft und mehr oder weniger alle Schrauben angezogen waren, gings los.....69 Km "Downhill-Biking" in den Dschungel von Bolivien!

Wir:


Die Strecke....



Noch ein paar Daten zur Strecke:

"Die Nördliche Yungas-Straße (auch El Camino a los Yungas, El Camino de la Muerte, Coroico Road, Grove's Road, Road of Death oder Death Road) führt vom bolivianischen Regierungssitz in La Paz in das 56 km nordöstlich gelegene Coroico in den bolivianischen Yungas. Die Yungas-Straße gilt als gefährlichste Straße der Welt.Die Streckenlänge beträgt je nach Quelle 61 bis 69 km. Die einspurige Straße führt ohne Leitplanken an steilen Abhängen entlang. Sie ist daher sehr gefährlich, außerordentlich schwer und nur unter großer Gefahr zu passieren. Darüber hinaus sorgen Regen und Nebel sowie matschiger, morastartiger Untergrund häufig für einen prekären Straßenzustand und geringe Sichtweiten. Mit Steinschlag oder Erdrutschen aufgrund von starker Erosion ist jederzeit zu rechnen. Ein Unglück vom 24. Juli 1983, bei dem ein Bus ins Schleudern geriet, in eine Schlucht stürzte und die 100 Insassen in den Tod riss, gilt als Boliviens schlimmster Verkehrsunfall. Einer Schätzung zufolge verunglückten bis 2007 pro Monat zwei Fahrzeuge und starben jährlich 200 bis 300 Reisende auf der Straße.[3] Zahlreiche Kreuze am Straßenrand markieren die Unfallstellen. Im Jahre 1995 wurde die Yungas-Straße von der Interamerikanischen Entwicklungsbank zur „Gefährlichsten Straße der Welt“ ernannt. Ironischerweise ist die Yungas-Straße seit den 1990er Jahren gerade wegen ihrer Gefährlichkeit ein beliebtes Touristenziel. Vor allem Mountainbiker schätzen sie als Route zum Downhill-Biking." (Wikipedia)

Emotionen und Adrenalin pur..........................



Es war bitter kalt an Start!



Weiter unten war noch ein kleiner "Störefried"!


Und dann nach ca. 4 Stunden Abfahrt über Schotterpisten, unter Wasserfällen unten durch, einer fabelhaften Veränderung der Landschaft war`s geschafft.

 
Es war ein absolut tolles Erlebnis das wir jeder Zeit wieder machen würden.
Auch wenn 2 Tage danach einem der Arsch immer noch schmerzt :-)

Viel Spass beim durch lesen...

Hasta luego y saludos de Bolivia.

Marco y Pattyhontas